DEUTSCHER SCHMERZKONGRESS 2019
09. - 12. Oktober 2019, Congress Center Rosengarten Mannheim
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Grußwort der Kongresspräsidenten

Prof. Dr. med. Christian Maihöfner

Prof. Dr. med. Till Sprenger

Liebe Kolleginnen und Kollegen, sehr geehrte Damen und Herren,

wir möchten Sie ganz herzlich zum Deutschen Schmerzkongress 2019 nach Mannheim einladen! Wir haben für den diesjährigen Schmerzkongress das Motto „MitGefühl zum Schmerz“ gewählt. Dieses Motto ist bewusst doppeldeutig. Zum einen betrifft dies den Aspekt, dass man sich „mit Gefühl“ der Schmerzmedizin nähern kann. Zum anderen kann es den Aspekt „Mitgefühl für Schmerzpatienten“ betreffen. In den Neurowissenschaften gab es in den letzten 15 Jahren eine revolutionäre Entdeckung: die Entdeckung von Spiegelneuronen. Diese Nervenzellen unseres Gehirns sind die Basis für wichtige therapeutische Interventionen in der Schmerzmedizin, z.B. für die Spiegeltherapie bei Nervenschmerzen. Darüber hinaus sind sie ein wichtiges neuronales Element für Empathie und Mitgefühl. Beide Aspekte sind in der Schmerzmedizin heutzutage nicht mehr wegzudenken. Das Motto wird sich wie ein roter Faden durch unseren Kongress ziehen und wir möchten in verschiedenen Symposien dazu beitragen, die zahlreichen Facetten gemeinsam mit Ihnen zu diskutieren. Als Hauptredner für die Eröffnung unseres Kongresses konnten wir mit dem Benediktinermönch Anselm Grün einen der bekanntesten spirituellen Autoren Deutschlands gewinnen. Darüber hinaus gibt es auch weitere zahlreiche Themenschwerpunkte. Im Bereich der Kopfschmerztherapie glauben wir, dass eine Revolution bevorsteht: der Einsatz von CGRP-Antikörpern. Dabei handelt es sich um eine neue Substanzklasse, die in den letzten Jahren aufgrund von pathophysiologischen Überlegungen gezielt für primäre Kopfschmerzsyndrome entwickelt wurde. Hier hat gute Grundlagenwissenschaft zu einer Innovation in der Therapie geführt. Auch beim neuropathischen Schmerz gibt es neue pharmakologische Entwicklungen. Generell wird es mehrere Symposien zu Physiologie und Pathophysiologie geben, wobei hier ein besonderer Wer auf Implikationen für die Therapie gelegt werden soll. Die multimodale Schmerzmedizin ist ein integraler Bestandteil der heutigen Therapiekonzepte. Gemeinsam mit Ihnen möchten wir mögliche Verbesserungen dieses bewährten Therapiekonzeptes diskutieren. Das Motto des Kongresses ist sehr eng mit der Thematik der achtsamkeitsbasierten Therapie verknüpft. Erfreulicherweise sind auch die Kolleginnen und Kollegen der Ergo- und Physiotherapie in zunehmendem Maße in der Lage, wissenschaftliche Grundlagen ihrer Therapien darzulegen. Dabei möchten wir auch diskutieren, wohin diese neuen Konzepte gehen. Darüber hinaus verändern sich die gesundheitsökonomischen Rahmenbedingungen ständig. Dies hat Implikationen für aktuelle und zukünftige Versorgungskonzepte in der Schmerzmedizin. Eine zunehmende Herausforderung werden multimorbide und ältere Patienten, für die wir die klassischen Therapiekonzepte adaptieren müssen. Auch die pädiatrische Schmerzmedizin hat besondere Herausforderungen. Einen wichtigen Bereich unseres Kongresses stellt neben dem wissenschaftlichem Programm der Fortbildungsbereich dar. Hier werden wir wieder zahlreiche Workshops und Refresher-Kurse anbieten, in denen Sie sich bei renommierten Referenten weiterbilden können.

Daneben soll der Kongress wie gewohnt ein Forum zum kollegialen Austausch in angenehmer Atmosphäre bieten und wir hoffen, Sie auch im Rahmen der Get together Veranstaltung begrüßen zu können. Daneben wird erstmals ein spannender Science Slam stattfinden. Die Deutsche Migräne- und Kopfschmerzgesellschaft wird 2019 vierzig Jahre alt. Dies möchten wir mit Ihnen während des Kongresses gebührend feiern. Sie sehen also: Die Schmerzmedizin im Jahre 2019 ist äußerst vielseitig, dynamisch und faszinierend!

Wir freuen uns auf den bevorstehenden Kongress, Ihre Teilnahme und den Austausch mit Ihnen!

Mit herzlichen Grüßen

Prof. Dr. med. Christian Maihöfner          Prof. Dr. med. Till Sprenger

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